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Fingerschutz beim Bogenschießen: Tab vs. Schießhandschuh – Die richtige Wahl für deine Finger

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Die ersten Schüsse sitzen, das Ziel ist getroffen, doch deine Finger brennen, zeigen rote Druckstellen und verlangen beim Bogenschießen nach einem Fingerschutz. Dieses Szenario erleben viele Einsteiger im Bogensport.

Der Grund ist simpel: Ohne geeigneten Fingerschutz beim Bogenschießen wirken zum Zeitpunkt des Auszugs enorme Kräfte auf die sehnenziehende Hand. Bei einem Zuggewicht von 25 Pfund lastet bereits ein Druck von über 11 Kilogramm auf deinen Fingerkuppen.

Die Lösung bieten zwei bewährte Schutzausrüstungen: der Fingertab und der Schießhandschuh. Beide schützen deine Finger vor Überbeanspruchung, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Handhabung, Gefühl und Einsatzbereich.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Variante zu deinem Bogentyp, deiner Disziplin und deinen persönlichen Anforderungen passt.

Warum du Fingerschutz beim Bogenschießen brauchst

Beim Auszug eines Bogens konzentriert sich die gesamte Zugkraft auf drei Fingerspitzen. Bei einem typischen Einsteigerbogen mit 20 bis 30 Pfund Zuggewicht wirken 9 bis 14 Kilogramm Druck auf eine minimale Kontaktfläche. Fortgeschrittene Schützen nutzen teils Bögen mit 40 bis 60 Pfund, das entspricht einer Belastung von bis zu 27 Kilogramm.

Ohne Schutz führt diese wiederholte Beanspruchung schnell zu Problemen:

  • Schmerzhafte Blasenbildung bereits nach 20 bis 30 Schüssen
  • Abschürfungen der Haut durch die vibrierende Sehne
  • Einschnitte in die Fingerkuppen (gerade bei dünnen Fast-Flight-Sehnen)
  • Langfristige Verhärtungen und Schwielen
  • Beeinträchtigte Schusstechnik durch Schmerzreflexe

Die Auswirkungen gehen über den reinen Komfort hinaus. Schmerzende Finger führen zu verkrampften Händen, was den gesamten Schussablauf negativ beeinflusst. Der Lösemoment wird unkontrolliert, die Präzision leidet massiv. Ein Fingerschutz verhindert diese Probleme und ermöglicht eine saubere, wiederholbare Schusstechnik über hunderte Schüsse hinweg.

Die beiden Haupttypen im Überblick: Tab und Schießhandschuh

Schießhandschuh und Fingertab aus Leder auf einem Tisch
Schießhandschuh und Fingertab aus Leder

Im Bogensport haben sich zwei grundlegende Varianten eines Fingerschutzes etabliert. Der Fingertab besteht aus einem kompakten Lederstück mit einer Öffnung für den Mittelfinger. Du stülpst ihn über den Finger, sodass das Leder zwischen Sehne und Fingerkuppen liegt. Diese Bauweise bietet direkten Sehnenkontakt mit minimalem Material.

Der Schießhandschuh funktioniert nach einem anderen Prinzip. Er umschließt die drei ziehenden Finger (Zeige-, Mittel- und Ringfinger) komplett und verfügt über verstärkte Fingerkuppen aus dickerem Leder. Der Rest der Hand bleibt meist frei oder wird nur durch dünnes Material bedeckt.

Fingertabs entwickelten sich im olympischen Bogenschießen, wo Präzision und Gefühl entscheidend sind. Schießhandschuhe stammen aus der traditionellen Bogenjagd und dem Feldbogenschießen, wo Robustheit und schnelle Handhabung zählen.

Heute findet man beide Varianten in allen Disziplinen. Die Wahl hängt von individuellen Vorlieben, dem Erfahrungslevel und den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Bogentyps ab.

Der Fingertab: Präzision für Fortgeschrittene

Fingertab aus Leder mit sichtbaren Lagen und Fingertrenner
Fingertab aus Leder mit sichtbaren Lagen und Fingertrenner

Der Fingertab gilt als die technisch anspruchsvollere Lösung. Das zentrale Element bildet eine mehrschichtige Lederfläche, typischerweise aus zwei bis drei Lagen gefertigt. Hochwertige Modelle verwenden Cordovan-Leder, ein besonders dichtes und langlebiges Material aus der Pferdelederhaut. Günstigere Varianten nutzen Rindsleder oder synthetische Alternativen.

Die Funktionsweise ist simpel: Du ziehst den Tab über deinen Mittelfinger, sodass die Lederfläche zwischen Sehne und Fingerkuppen liegt. Ein integrierter Fingertrenner oder ein Separator trennt dabei Zeige- und Mittelfinger, was einen gleichmäßigen Sehnenkontakt garantiert.

Vorteile des Fingertabs

  • Direktes Sehnengefühl: Minimales Material zwischen Finger und Sehne ermöglicht präzise Kontrolle
  • Sauberer Lösemoment: Das Leder gleitet gleichmäßig von der Sehne, keine Verzögerung
  • Kompakte Bauweise: Passt in jede Hosentasche, wiegt nur 20 bis 40 Gramm
  • Günstiger Einstieg: Solide Modelle bereits ab 12 bis 15 EUR erhältlich
  • Langlebigkeit: Hochwertige Tabs halten bei guter Pflege mehrere Jahre

Nachteile des Fingertabs

  • Eingewöhnungszeit: Anfänger benötigen 50 bis 100 Schüsse, bis die Handhabung sitzt
  • Geringere Schutzfläche: Nur die Fingerkuppen sind geschützt, Hand bleibt frei
  • Korrekte Positionierung erforderlich: Verrutscht der Tab, leidet die Präzision sofort
  • Anfänglich ungewohntes Gefühl: Das Leder zwischen Fingern fühlt sich zunächst fremd an

Für wen eignet sich der Fingertab?

Fingertab in der Ansicht von unten. Sicht auf den Fingertrenner.
Fingertab mit Fingertrenner

Der Fingertab ist die erste Wahl für fortgeschrittene Recurvebogen-Schützen im sportlichen Bereich. Im olympischen Bogenschießen dominiert er aufgrund des überlegenen Sehnengefühls. Wettkampfschützen schätzen die Reproduzierbarkeit des Lösemoments, die bei identisch geformten Tabs nahezu perfekt ist.

Auch traditionelle Langbogenschützen greifen häufig zum Tab. Die schlanke Bauweise stört nicht bei der typisch instinktiven Schießtechnik. Jugendliche ab etwa 12 Jahren kommen meist gut mit Tabs zurecht, da ihre Feinmotorik bereits ausreichend entwickelt ist.

Weniger geeignet ist der Tab für absolute Anfänger in den ersten Trainingswochen. Das ungewohnte Gefühl führt anfangs oft zu verkrampften Händen und damit zu einer schlechteren Schusstechnik. Auch Kinder unter 10 Jahren haben häufig Schwierigkeiten mit der korrekten Positionierung.

Der Schießhandschuh: Komfort für Einsteiger

Der Schießhandschuh bietet einen intuitiveren Einstieg in den Bogensport. Er umschließt die drei ziehenden Finger vollständig und schützt zusätzlich Teile der Handinnenfläche. Die Fingerkuppen sind mit dickerem Leder oder Kunststoff verstärkt. Hochwertige Modelle verwenden Hirschleder oder geöltes Rindsleder für optimale Haptik.

Die Passform entspricht einem normalen Handschuh. Du ziehst ihn über die Hand, häufig mit Unterstützung eines Klettverschlusses am Handgelenk. Die Finger bleiben beweglich, während die verstärkten Bereiche den direkten Sehnenkontakt übernehmen.

Vorteile des Schießhandschuhs

  • Vertraute Handhabung: Funktioniert wie ein normaler Handschuh, keine Eingewöhnung nötig
  • Umfassender Schutz: Auch Handfläche und Fingerseiten sind geschützt
  • Ideal für Anfänger: Kein Verrutschen, kein kompliziertes Positionieren
  • Vielseitig einsetzbar: Funktioniert mit allen Bogentypen gleichermaßen
  • Verstärkung an den Fingerkuppen: Schützt auch bei höheren Zuggewichten zuverlässig

Nachteile des Schießhandschuhs

  • Weniger direktes Gefühl: Dickeres Material reduziert die Sehnensensibilität
  • Sperrigerer Lösemoment: Kann zu minimal verzögerten Abläufen führen
  • Höherer Preis: Qualitätsmodelle kosten 30 bis 60 EUR, deutlich mehr als einfache Tabs

Für wen eignet sich der Schießhandschuh?

Der Schießhandschuh ist die optimale Wahl für Bogensport-Einsteiger. Die intuitive Handhabung ermöglicht von Anfang an eine entspannte Handhaltung. Anfänger können sich vollständig auf die Schusstechnik konzentrieren, ohne zusätzlich die Position des Fingerschutzes kontrollieren zu müssen.

Besonders Kinder und Jugendliche profitieren vom Schießhandschuh. Die umfassende Schutzwirkung vermeidet schmerzhafte Erfahrungen, die schnell zu Frustration führen können. Auch bei niedrigen Zuggewichten ab 10 bis 15 Pfund bietet ein Handschuh ausreichend Komfort für längere Trainingseinheiten.

Traditionelle Bogenschützen mit Langbögen oder Hybridbögen schätzen ebenfalls den Schießhandschuh. Im 3D-Parcours, wo häufig unter wechselnden Bedingungen geschossen wird, punktet er mit seiner robusten Konstruktion. Freizeitschützen, die gelegentlich im Garten trainieren, finden im Schießhandschuh eine unkomplizierte Dauerlösung.

Welcher Fingerschutz passt zu dir? Die Entscheidungshilfe

Die kurze Antwort: Anfänger im Bogensport sollten mit einem Schießhandschuh beginnen. Er bietet sofortigen Komfort ohne Eingewöhnungszeit und schützt umfassend. Fortgeschrittene Schützen, die im olympischen oder wettkampforientierten Bereich aktiv sind, profitieren vom präziseren Sehnengefühl eines hochwertigen Fingertabs. Die Entscheidung hängt jedoch von mehreren Faktoren ab.

Dein Erfahrungslevel bildet das wichtigste Kriterium. In den ersten drei bis sechs Monaten im Bogensport liegt der Fokus auf der grundlegenden Schusstechnik. Stand, Körperhaltung, Ankerpunkt und Rückenspannung. Ein Schießhandschuh ermöglicht dir, diese Elemente zu verinnerlichen, ohne dich mit zusätzlichen Details zu belasten.

Nach etwa 500 bis 1000 Schüssen entwickelt sich ein Gefühl für die Sehne. Viele Schützen wechseln dann zum Fingertab, um das letzte Quäntchen Präzision herauszuholen. Dieser Übergang ist fließend, du kannst beide Varianten parallel testen und vergleichen.

KriteriumFingertabSchießhandschuh
Eingewöhnung50 bis 100 Schüsse nötigSofort einsatzbereit
SehnengefühlExzellent (9/10)Gut (7/10)
SchutzwirkungNur FingerkuppenHand + Finger
Preis Einstieg12 bis 25 EUR20 bis 40 EUR
Beste Wahl fürFortgeschrittene, WettkampfAnfänger, Kinder, Freizeit

Dein Bogentyp spielt ebenfalls eine Rolle. Sportliche Recurvebögen mit Visier, Stabilisator und Button profitieren vom präzisen Lösemoment eines Tabs. Die gesamte Ausrüstung zielt auf maximale Wiederholgenauigkeit ab, der Tab fügt sich perfekt in dieses Konzept ein.

Traditionelle Bögen ohne technisches Zubehör harmonieren mit beiden Varianten. Viele Langbogenschützen bevorzugen jedoch den Schießhandschuh, da er besser zur ursprünglichen, instinktiven Schießweise passt. Die robuste Konstruktion eignet sich ideal für das Schießen im Gelände auf 3D-Zielen.

Ein praktisches Beispiel verdeutlicht die Entscheidung: Stell dir vor, du bist Anfänger mit einem 24-lbs-Recurvebogen. Du trainierst zweimal wöchentlich im Verein, jeweils etwa 60 Schüsse. In dieser Situation schützt dich ein Schießhandschuh optimal.

Nach drei Monaten und etwa 1.500 Schüssen sitzt deine Grundtechnik. Jetzt kannst du einen Tab testen. Viele Schützen behalten dann beide Varianten. Den Handschuh für entspanntes Training, den Tab für präzises Schießen und Wettkämpfe.

Darauf solltest du beim Kauf achten

Das Material bestimmt Haltbarkeit und Funktion. Cordovan-Leder gilt als Premium-Material für Fingertabs. Es ist extrem dicht, verschleißfest und entwickelt mit der Zeit eine glatte Oberfläche, die perfekt über die Sehne gleitet.

Der Nachteil: Cordovan-Tabs kosten 40 bis 80 EUR. Für den Einstieg reichen Modelle aus hochwertigem Rindsleder (15 bis 30 EUR) vollkommen aus.

Bei Schießhandschuhen dominiert Hirschleder das Premium-Segment. Es ist weich, griffig und passt sich der Handform an. Günstigere Modelle verwenden Rindsleder mit verstärkten Nähten. Achte auf doppelt vernähte Fingerkuppen, einfache Nähte lösen sich nach 500 bis 1000 Schüssen.

Preis und Qualität korrelieren im Fingerschutz-Bereich deutlich. Die Investitionsbereiche im Überblick:

  • Einsteiger-Segment (10 bis 25 EUR): Solide Verarbeitung, Standardmaterialien, für 6 bis 12 Monate intensives Training ausreichend
  • Mittelklasse (25 bis 50 EUR): Hochwertige Materialien, bessere Passform, hält 2 bis 3 Jahre bei regelmäßiger Nutzung
  • Profi-Bereich (50 bis 100+ EUR): Premium-Leder, perfekte Verarbeitung, individuelle Anpassungen möglich, jahrelange Haltbarkeit

Spezielle Features erhöhen den Nutzwert erheblich. Bei Fingertabs achte auf integrierte Fingerseparatoren. Diese kleinen Metallplättchen zwischen Zeige- und Mittelfinger verhindern ein Zusammenrutschen der Finger und garantieren gleichmäßigen Sehnenkontakt. Hochwertige Tabs bieten zudem eine Anker-Platte, die beim Vollauszug am Kinn oder Wangenknochen anliegt und so einen konsistenten Ankerpunkt sicherstellt.

Schießhandschuhe profitieren von verstellbaren Klettverschlüssen am Handgelenk. Sie ermöglichen eine individuelle Passform und verhindern ein Verrutschen während des Schusses. Zusätzliche Handflächenpolsterung schützt bei sehr hohen Zuggewichten über 50 lbs.

Typische Anfängerfehler beim Kauf

Der häufigste Fehler ist die falsche Größenwahl. Zu kleine Tabs schneiden in die Finger ein und verursachen Druckstellen. Zu große Tabs verrutschen beim Auszug und führen zu inkonsistenten Schüssen. Bei Schießhandschuhen führen zu enge Modelle zu Durchblutungsstörungen in den Fingern, während zu weite Handschuhe das Sehnengefühl komplett eliminieren.

Die falsche Wahl für den Bogentyp kostet Performance. Wer einen sportlichen Recurvebogen mit 30 lbs schießt und einen dicken Jagdhandschuh nutzt, verschenkt Präzision. Umgekehrt frustriert ein dünner Wettkampf-Tab beim traditionellen Langbogenschießen im Gelände, wo robuster Schutz gefragt ist.

Häufig gestellte Fragen zum Fingerschutz

Kann ich auch ohne Fingerschutz schießen?

Theoretisch ja, praktisch nein. Ohne Schutz entstehen bereits nach 10 bis 20 Schüssen schmerzhafte Druckstellen an den Fingerkuppen. Bei regelmäßigem Training ohne Schutz bilden sich zwar Schwielen, diese führen jedoch zu vergröbertem Gefühl und erhöhtem Verletzungsrisiko. Professionelle Bogenschützen nutzen ausnahmslos Fingerschutz. Selbst bei sehr niedrigen Zuggewichten unter 15 lbs empfiehlt sich mindestens ein dünner Tab für präzise Schüsse.

Wie lange hält ein Fingertab oder Schießhandschuh?

Die Haltbarkeit variiert stark nach Material und Nutzungsintensität. Ein Standard-Fingertab aus Rindsleder hält bei zweimaligem Training pro Woche (je 60 bis 80 Schüsse) etwa 12 bis 18 Monate. Hochwertige Cordovan-Tabs erreichen 3 bis 5 Jahre. Schießhandschuhe verschleißen schneller aufgrund der größeren Materialfläche. Rechne mit 8 bis 15 Monaten bei Standardmodellen, Premium-Handschuhe aus Hirschleder halten 2 bis 3 Jahre. Erkennungszeichen für Verschleiß sind durchgescheuerte Stellen, rissiges Leder oder deformierte Fingerkuppen.

Kann ich zwischen Tab und Handschuh wechseln?

Ja, ein Wechsel ist problemlos möglich und sogar empfehlenswert. Viele fortgeschrittene Schützen nutzen beide Varianten parallel: den Tab für fokussiertes Training und Wettkämpfe, den Handschuh für entspannte Freizeitschüsse. Der Übergang benötigt etwa 30 bis 50 Schüsse Eingewöhnung, bis sich die Hand an das veränderte Gefühl angepasst hat. Wichtig ist, den Ankerpunkt und die Fingerposition konsequent beizubehalten, um die Schusstechnik nicht zu beeinträchtigen.

Brauchen Kinder speziellen Fingerschutz?

Ja, Kinder sollten speziell dimensionierten Fingerschutz nutzen. Ihre kleineren Hände benötigen entsprechend kleinere Größen. Viele Hersteller bieten Junior-Modelle ab 8 Jahren an. Für Kinder unter 10 Jahren eignen sich Schießhandschuhe besser als Tabs, da die Handhabung intuitiver ist. Achte auf weiches, flexibles Leder, das sich der wachsenden Hand anpasst. Bei Jugendlichen ab 12 bis 13 Jahren funktionieren meist schon Erwachsenen-Modelle in Größe XS oder S.

Wie pflege ich meinen Fingerschutz richtig?

Leder benötigt regelmäßige Pflege für maximale Lebensdauer. Nach jeder zweiten bis dritten Trainingseinheit solltest du deinen Fingerschutz mit einem leicht feuchten Tuch abwischen, um Schweiß und Schmutz zu entfernen. Alle 4 bis 6 Wochen empfiehlt sich eine Behandlung mit Lederpflegemittel oder Lederfett. Trage eine dünne Schicht auf, lass sie 30 Minuten einziehen und poliere überschüssiges Fett ab. Lagere den Fingerschutz trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Vermeide extreme Temperaturen über 40°C oder unter 0°C, da Leder dann spröde wird.

Fazit

Der Fingerschutz ist keine optionale Ergänzung, sondern unverzichtbare Schutzausrüstung. Sowohl Fingertab als auch Schießhandschuh erfüllen diese Aufgabe zuverlässig, sprechen jedoch unterschiedliche Bedürfnisse an. Der Schießhandschuh überzeugt durch sofortige Einsatzbereitschaft, umfassenden Schutz und intuitive Handhabung. Er ist die ideale Wahl für Einsteiger, Kinder und Freizeitschützen.

Der Fingertab punktet mit überlegenem Sehnengefühl, präzisem Lösemoment und kompakter Bauweise. Fortgeschrittene Schützen und Wettkampfaktive profitieren von seiner technischen Überlegenheit. Die Entscheidung zwischen beiden Varianten hängt von deinem Erfahrungslevel, deinem Bogentyp und deinen sportlichen Zielen ab.

Für viele Bogenschützen bildet der optimale Weg eine Kombination. Start mit dem Schießhandschuh in den ersten Monaten, schrittweiser Übergang zum Tab mit wachsender Erfahrung. Beide Varianten parallel zu nutzen, ermöglicht maximale Flexibilität für unterschiedliche Trainingssituationen.

Bögen im Überblick
  • Verschiedene Kinderbögen an einer Verkaufswand
  • Mehrere Reiterbögen hängen gespannt an einer Wand.
  • Ein Langbogen mit einem bunten, laminierten Holzgurt ruhen auf einem moosbedeckten Baumstamm in einem sonnenbeschienenen Wald.
  • Ein Hybridbogen mit bunten, geschichteten Mustern, der auf grünem Gras und kleinen lila Blumen liegt.
  • Dreiteilige Einsteiger Recurvebögen hängen an einer Wand.
  • Compoundbögen hängen nebeneinander an der Wand.

Ich bin Moritz

Seit 2014 im Bogensport-Fachhandel tätig. Meine Ratgeber basieren auf echter Praxiserfahrung aus tausenden Kundengesprächen und nicht auf Werbeversprechen.
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