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Bogentypen, Grundlagen

Recurvebogen erklärt: Was ist ein Recurvebogen und für wen eignet er sich?

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Du stehst vor der Entscheidung, mit dem Bogensport zu beginnen, und fragst dich, welcher Bogen am besten zu dir passt? Herzlichen Glückwunsch, du bist genau richtig hier.

Nach vielen Jahren im Bogensport und zahlreichen Kundengesprächen kann ich dir guten Gewissens sagen, dass der Recurvebogen den optimalen Einstieg in diese wunderbare Sportart bietet.

Tipp
DRAKE Einsteigerbogen
Premium-Einsteigerbogen mit dreiteiliger Bauweise. Individuell anpassbar in Länge, Zuggewicht und Design.
Komplett-Set mit Zubehör
Individuell konfigurierbar
16-42 lbs Zuggewicht
62-70 Zoll Bogenlänge

Lass uns gemeinsam herausfinden, welche Arten von Recurvebögen es gibt, wie sie sich unterscheiden und welcher deinen Vorstellungen am besten entspricht.

Was ist ein Recurvebogen? Definition und Bauweise

Olympischer Recurvebogen mit silbernen Griffstück und ILF Wurfarmaufnahme.
Olympischer Recurvebogen mit silbernen Griffstück und ILF Wurfarmaufnahme

Ein Recurvebogen ist ein Bogentyp, dessen Wurfarme an den Enden charakteristisch nach vorne gebogen sind, also vom Schützen weg zeigen. Diese „Recurve“ genannte Gegenkurve verleiht dem Bogen seinen Namen. Im aufgespannten Zustand liegt die Sehne an den gebogenen Wurfarmenden auf.

Diese besondere Bauform speichert beim Ausziehen mehr Energie als ein gerader Langbogen mit gleichem Zuggewicht und ermöglicht dadurch höhere Pfeilgeschwindigkeiten.

Die Geschichte des Recurvebogens reicht erstaunlich weit zurück. Bereits vor 8.000 Jahren zeigen Felsmalereien an der spanischen Mittelmeerküste Jäger mit erkennbaren Recurvebögen. Berühmt wurde diese Bauform durch die Reitervölker der eurasischen Steppen wie Mongolen, Hunnen und Skythen, die die kompakte Form perfekt vom Pferderücken aus nutzen konnten.

Der Vorteil ist simpel: Die gebogenen Enden verhalten sich beim Ausziehen wie ein kürzerer Bogen, speichern mehr Energie und übertragen diese effizienter auf den Pfeil.

Ein moderner Recurvebogen besteht aus drei Hauptkomponenten. Das Mittelstück (Riser) dient als ergonomischer Griff und bietet bei sportlichen Modellen Aufnahmen für Visier, Pfeilauflage und Stabilisatoren. Die Wurfarme (Limbs) speichern beim Auszug die Energie und übertragen sie beim Lösen auf den Pfeil.

Die Sehne verbindet beide Wurfarmenden und ist in der Regel 4 Zoll kürzer als die Bogenlänge, um die nötige Standhöhe und Spannung zu erzeugen. Moderne Sehnen bestehen aus Materialien wie Dacron oder Fast Flight.

Die verschiedenen Arten von Recurvebögen im Überblick

Recurvebögen sind keine einheitliche Kategorie. Je nach Verwendung und persönlicher Vorliebe kannst du zwischen verschiedenen Varianten wählen. Die Unterschiede liegen vor allem in der Bauweise (einteilig, dreiteilig), der Bogenlänge, der Aufnahme für den Wurfarme und der Option, diverses Zubehör zu montieren.

Olympischer Recurvebogen

Olympischer Recurvebogen mit V-Bar, Mono-Stabilisator und Seitenstabilisatoren auf einem Bogenständer
Olympischer Recurvebogen mit V-Bar, Mono-Stabilisator und Seitenstabilisatoren

Der olympische Recurvebogen ist die High-Tech-Variante, die du meist bei internationalen Wettkämpfen siehst. Er ist mit umfangreichem technischem Zubehör ausgestattet.

Ein Visier ermöglicht präzises Zielen auf große Distanzen. Stabilisatoren reduzieren Vibrationen und verbessern die Balance. Ein Klicker signalisiert akustisch, wann der optimale Auszug erreicht ist, um eine bestmögliche Reproduzierbarkeit zu gewährleisten.

Diese Bögen sind nach den Regelwerk von World Archery konstruiert und für FITA-Schießen auf Distanzen bis 90 Meter optimiert. Olympische Recurvebögen sind für ambitionierte Wettkampfschützen gedacht, die Präzision über alles stellen.

Traditioneller Recurvebogen

Traditionelle dreiteilige Recurvebögen an einer Wand.
Kompakte dreiteilige Recurvebögen mit demontierbaren Wurfarmen

Am anderen Ende des Spektrums steht der traditionelle Recurvebogen. Er nutzt dieselbe Grundkonstruktion wie der olympische Bogen, verzichtet aber komplett auf technisches Zubehör.

Du zielst intuitiv über die Pfeilspitze, bzw. nach Gefühl (instinktiv). Diese Bögen haben eine kompakte Bauform von 58 bis 62 Zoll und sprechen Schützen an, die das authentische, traditionelle Bogenschießen bevorzugen.

Du möchtest beispielsweise gerne einmal auf einen 3D-Parcours gehen? Dann ist diese Bogenart dein perfekter Begleiter. Du findest sowohl dreiteilige (Take-Down) als auch einteilige (One-Piece) Modelle. Beide bieten ihre Vor- und Nachteile. Diese schauen wir uns hier im Verlauf noch genauer an.

Sportlicher Einsteiger-Recurvebogen

Dreiteilige Einsteiger Recurvebögen hängen an einer Wand.

Der sportliche Recurvebogen ist die Variante, die du in den meisten Bogensportvereinen findest. Diese Bögen sind länger als traditionelle Modelle (typisch 68 bis 70 Zoll für Erwachsene) und bieten einen ruhigeren, fehlerverzeihenden Pfeilflug.

Sie sind ideal für Einsteiger, da sie sich preislich in einem ansprechenden Rahmen befinden, diverse Montagemöglichkeiten für Zubehör bieten und durch den Austausch der Wurfarme Anpassungen in der Bogenlänge und Zuggewicht zulassen. So haben Einsteiger einen Bogen, mit dem sie sowohl sportlich als auch instinktiv schießen können und sich so in eine bestimmte Richtung entwickeln können.

TypZubehörEinsatzbereichFür Anfänger?
OlympischJa (Visier, Stabilisatoren)Wettkampf, FITABedingt
Traditionell (Barebow)Nein3D-Parcours, InstinktivGut
SportlichOptionalVerein, TrainingSehr gut

Take-Down oder einteilig: Welche Bauweise ist die richtige?

Neben dem Einsatzzweck musst du dich für eine Bauweise entscheiden. Hier gibt es zwei grundlegend verschiedene Konzepte, und die Wahl hat erheblichen Einfluss auf deine Flexibilität im weiteren Verlauf des Bogenschießens.

Die ILF Aufnahme an einem dreiteiligen, traditionellen Recurvebogen
Die ILF Aufnahme an einem dreiteiligen, traditionellen Recurvebogen

Take-Down-Recurvebogen: Die klare Empfehlung für Einsteiger

Der Take-Down-Bogen (auch dreiteiliger Recurvebogen genannt) besteht aus einem Mittelstück und zwei abnehmbaren Wurfarmen. Diese werden entweder verschraubt oder über ein standardisiertes Stecksystem (ILF) verbunden.

  • Zuggewicht nachträglich kostengünstig anpassbar: Du kannst mit leichten 16 lbs starken Wurfarmen starten und später nur die Wurfarme gegen stärkere tauschen. Ein Satz neue Wurfarme kostet 50 bis 70 Euro statt eines kompletten Neubogens für 150 bis 300 Euro. Diese Preisspannen beziehen sich auf einen Einsteigerbogen.
  • Kompakter Transport: Zerlegt passt der Bogen in jeden Rucksack oder Koffer. Ideal für Vereinstraining oder Reisen.
  • ILF-System: Das International Limb Fitting-System (ILF) sorgt dafür, dass Wurfarme verschiedener Hersteller auf ILF-Mittelstücke unterschiedlicher Marken passen. Das gibt dir maximale Flexibilität beim späteren Upgrade.
  • Mitwachsender Bogen: Gerade für Jugendliche perfekt, weil der Bogen über Jahre im Zuggewicht und Bogenlänge angepasst werden kann.

Die Nachteile sind minimal: Der Aufbau dauert etwa 2-3 Minuten und theoretisch können Verschraubungen Schwachstellen sein (in der Praxis bei Qualitätsbögen aber kein Problem).

Tipp für Einsteiger

Achte beim Kauf eines Take-Down-Modells darauf, ob es ein Standard-Schraubsystem oder das ILF-System (International Limb Fitting) nutzt. Letzteres bietet dir die größte Freiheit beim Mischen von Mittelstücken und Wurfarmen verschiedener Marken.

Einteiliger Recurvebogen: Nur für erfahrene Schützen

Der einteilige Recurvebogen (One-Piece) besteht aus einem durchgehenden Stück. Die Wurfarme sind fest mit dem Mittelstück verbunden und können nicht getauscht werden. Diese Bauweise hat durchaus Vorteile:

  • Traditionelles Design: Optisch und haptisch sehr ursprünglich
  • Höchste Stabilität: Keine Verschraubungen bedeuten keine Schwachstellen
  • Unkompliziert: Aufspannen und schießen, kein Zusammenbau nötig

Der entscheidende Nachteil: Das Zuggewicht ist fix. Wenn du merkst, dass zum Beispiel 30 lbs zu schwer oder zu leicht sind, musst du einen komplett neuen Bogen kaufen. Daher eignen sich einteilige Modelle nur für erfahrene Schützen, die ihr ideales Zuggewicht bereits genau kennen.

Recurvebogen im Vergleich: Wie schlägt er sich gegen Langbogen und Compoundbogen?

Um zu verstehen, ob ein Recurvebogen wirklich zu dir passt, hilft ein ehrlicher Vergleich mit den beiden anderen Hauptkategorien.

Recurvebogen vs. Langbogen

Der Langbogen ist die ursprünglichste Form mit komplett geraden Wurfarmen im D-Profil. Im Vergleich zum Recurve bietet er eine ruhigere, sanftere Charakteristik und gilt als traditionellster Vertreter im Bogensport. Der Recurvebogen punktet dagegen höherer Pfeilgeschwindigkeit, kompakterer Bauweise und höherer Effizienz. Für Einsteiger ist der Recurve meist die bessere Wahl, weil er fehlerverzeihend ist und durch die Dreiteiligkeit mehr Flexibilität bietet.

Recurvebogen vs. Compoundbogen

Der Compoundbogen ist das High-Tech-Gerät unter den Bögen. Mit Rollen (Cams), Kabeln und Let-Off (Nachlassen des Zuggewichts im Vollauszug von 65 bis 85 Prozent) erreicht er Pfeilgeschwindigkeiten von 300 bis 380 fps. Bei einem 70 lbs Compoundbogen mit 80 Prozent Let-Off hältst du im Vollauszug nur noch 14 lbs, die volle Energie wird trotzdem auf den Pfeil übertragen. Das klingt verlockend, hat aber seinen Preis.

  • Deutlich höhere Anschaffungskosten (500 bis 700 Euro vs. 80 bis 200 Euro beim Recurve)
  • Wartungsintensiver (Bogenpresse zum Sehnenwechsel nötig, regelmäßiges Tuning)
  • Technisch komplexer (mehr kann kaputtgehen)

Der entscheidende Punkt für Einsteiger: Der Recurvebogen zeigt dir jeden Fehler sofort und ehrlich. Genau das macht ihn zum besseren Lehrmeister. Ich empfehle daher, die Grundlagen am Recurve zu lernen, weil der Bogen zu sauberer Technik zwingt.

KriteriumLangbogenRecurvebogenCompoundbogen
Let-Off0%0%65-90%
Preis Einstieg100-300 €80-200 €300-700 €
WartungsaufwandNiedrigNiedrigHoch
AnfängerfreundlichkeitGutSehr gutTechnisch komplex

Das richtige Zuggewicht und die Bogenlänge finden

Die häufigsten und teuersten Anfängerfehler passieren bei der Wahl von Zuggewicht und Bogenlänge. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Zuggewicht: Technik geht immer vor Kraft

Der typische Anfängerfehler läuft immer gleich ab. Mir ist es schon zu häufig aufgefallen, wie Einsteiger vorgehen. Sie ziehen im Laden 1-2 mal einen 28 lbs Bogen und sagen sich: „Das geht doch“.

Nach 20 Schüssen im Training merken sie aber, wie die Arme anfangen zu zittern, die Technik leidet und dadurch können Fehlstellungen und letztendlich auch Verletzungen verursacht werden. Man denke nur an eine Sehne, die auf den Unterarm aufschlägt, was durch eine falsche Haltung schnell passieren kann.

Die goldene Regel lautet: Es ist besser, mit einem vermeintlich zu leichten als zu starken Bogen zu starten. Ein Bogen, der sich anfangs fast zu leicht anfühlt, ist perfekt, um die korrekte Technik zu erlernen. Nach einigen Monaten Training kannst du die Wurfarme (bei einem Take-Down Bogen) gegen stärkere austauschen.

BogenschützeEmpfohlenes Zuggewicht
Kinder 8-12 Jahre10-16 lbs
Jugendliche 13-17 Jahre16-20 lbs
Erwachsene Frauen16-24 lbs
Erwachsene Männer20-26 lbs

Wichtig zu verstehen: Das auf den Wurfarmen angegebene Zuggewicht gilt bei einer Auszugslänge von 28 Zoll nach AMO-Standard. Ziehst du kürzer oder länger aus, weicht das tatsächliche Gewicht um etwa 1 bis 2 lbs pro Zoll ab. Wenn du bei 26 Zoll Auszug einen mit „24 lbs @ 28 Zoll“ beschrifteten Bogen ziehst, hast du real nur etwa 20 lbs.

Auf den Wurfarmen sind in der Regel zwei Werte angegeben. Das hängt davon ab, ob du ein kurzes (meist 21 Zoll) oder ein langes Mittelstück (meist 25 Zoll) verwendest. Der Wurfarm kann es ja vorher nicht wissen. Daher sind beide Werte vermerkt.

Angabe von Bogenlänge und Zuggewicht auf einem Wurfarm.

Bogenlänge nach Körpergröße wählen

Die Bogenlänge hängt direkt von deiner Körpergröße bzw. deiner Auszugslänge ab. Ein zu kurzer Bogen führt zu einem ungünstigen Sehnenwinkel und zu Stacking (sehr stark ansteigendes Zuggewicht) und ggf. zu Schäden am Bogen. Ein zu langer Bogen ist unnötig schwer und unhandlich.

KörpergrößeEmpfohlene Bogenlänge
150-160 cm64″
161-167 cm66″
168-175 cm68″
ab 176 cm70″

Im Zweifel solltest du jedoch immer den längeren Bogen wählen. Er verzeiht mehr Fehler und gleicht die Nachteile eines zu kurzen Bogens aus. Beachte bitte, dass diese Tabelle nur für sportliche und olympische Recurvebögen gilt. Traditionelle Recurvebögen sind von kompakter Bauform, da ihr Mittelstück wesentlich kürzer ist. Eine Bogenlänge von 58–62 Zoll ist hier die Norm.

Kaufberatungs-Checkliste: So findest du deinen ersten Recurvebogen

Schießhandschuh mit verstärkten Fingerkuppen und Fingertab nebeneinander auf einem Holztisch
Schießhandschuh mit verstärkten Fingerkuppen und Fingertab aus Leder

Bevor du Geld ausgibst, arbeite diese Checkliste durch. Sie fasst alle wichtigen Punkte zusammen und hilft dir, teure Fehlkäufe zu vermeiden.

1. Bauweise festlegen

  • Wähle einen Take-Down-Bogen (dreiteilig, nicht einteilig)
  • Achte auf ILF-System für maximale Kompatibilität
  • Bevorzuge Mittelstücke aus Aluminium oder Holz (stabiler als Kunststoff)

2. Zuggewicht konservativ wählen

  • Lieber mit 18 lbs starten als mit 28 lbs überfordern (Tabelle beachten)
  • Im Verein verschiedene Gewichte testen, bevor du kaufst
  • Du wirst schnell Erfolge verzeichnen, dann tauschst du einfach die Wurfarme

3. Bogenlänge nach Körpergröße

  • Nutze die Tabelle oben als Orientierung
  • Im Zweifel: Länger ist besser (fehlerverzeihender)
  • Kinder: Rechne mit Wachstum, eventuell eine Nummer größer kaufen (mehr hier erfahren)

4. Budget realistisch planen

Eine vollständige Erstausstattung kostet dich 150 bis 250 Euro:

  • Bogen: 80-150 € (bewährte Modelle: Drake Wild Honey, Core Hit, Ragim Wildcat)
  • Pfeile: 40-60 € (6 Carbonpfeile für Einsteiger)
  • Schutzausrüstung:
    • Armschutz: 5-12 €
    • Fingertab: 8-20 €
    • Pfeilauflage: 3-8 €
  • Zubehör:
    • Spannschnur: 8 € (schützt die Wurfarme beim Aufspannen)
    • Nockpunkt: 1-3 €

Gesamtbudget Erstausstattung: 150-250 €

Laufende Kosten bleiben überschaubar. Pfeile sind das größte Verschleißteil (30 bis 50 Euro jährlich für Ersatz bei Anfängern). Eine neue Sehne kostet 10 bis 15 Euro und sollte mindestens einmal pro Jahr gewechselt werden. Sehnenwachs verlängert die Lebensdauer erheblich und kostet nur 2 bis 5 Euro. Vereinsbeiträge in Deutschland liegen durchschnittlich bei 50 bis 150 Euro pro Jahr für Erwachsene.

5. Nicht den billigsten Bogen kaufen

Bögen unter 50 Euro aus Fernost-Shops haben oft massive Qualitätsmängel. Verzogene Wurfarme, unsaubere Verarbeitung, schlechtes Sehnenmaterial. Das verdirbt dir schnell die Freude am Bogensport. Investiere mindestens 80 Euro in einen Bogen von etablierten Marken. Auch vor vermeintlichen „Testseiten“ solltest du dich hüten, die Bögen empfehlen, ohne sie je in der Hand gehabt zu haben.

6. Vor dem Kauf im Verein testen

  • Die meisten Bogensportvereine bieten kostenlose Schnuppertrainings mit Leihausrüstung
  • Dort kannst du verschiedene Zuggewichte ausprobieren
  • Trainer korrigieren Fehler von Anfang an
  • Du lernst die Sicherheitsregeln kennen
  • Suche nach „Bogenschießen + deine Stadt“ für Vereine in deiner Nähe

Alternativ erhältst du professionelle Beratung und hochwertige Ausrüstung in jedem Bogensport-Fachgeschäft. Die Investition in eine gute Erstberatung zahlt sich langfristig aus.

Häufig gestellte Fragen zu Recurvebögen

Ist ein Recurvebogen für Anfänger geeignet?

Ja, der Recurvebogen ist ideal für Einsteiger. Er ist deutlich günstiger als ein Compoundbogen (ab 80 Euro), wartungsarm und lehrt dir saubere Schießtechnik von Grund auf. Take-Down-Modelle wachsen durch austauschbare Wurfarme mit deinem Können mit. Die meisten Bogensportvereine empfehlen Anfängern einen Recurvebogen, weil er fehlerverzeihend ist und du alle wichtigen Grundlagen lernst, die auch bei anderen Bogentypen funktionieren.

Brauche ich eine Genehmigung für einen Recurvebogen in Deutschland?

Nein, denn in Deutschland gelten Bögen rechtlich als Sportgeräte, nicht als Waffen. Du benötigst weder einen Waffenschein noch eine Genehmigung und es gibt keine Altersbeschränkung beim Kauf. Du darfst im eigenen Garten schießen, wenn du die Sicherheit gewährleisten kannst und die Pfeile dein Grundstück nicht verlassen können.

Können Kinder mit einem Recurvebogen schießen?

Ja, Kinder können ab etwa 8 Jahren unter Aufsicht der Eltern trainieren. Viele Vereine nehmen Kinder ab diesem Alter auf. Wichtig ist das richtige Zuggewicht von 10-16 lbs für 8- bis 12-Jährige und altersgerechte Bogenlängen (meist 58 bis 62 Zoll). Jugendliche von 13 bis 17 Jahren kommen gut mit 16 bis 20 lbs zurecht. Achte darauf, dass dein Kind die korrekte Technik lernt, statt einfach nur „irgendwie“ zu ziehen.

Wie lange hält ein Recurvebogen?

Bei guter Pflege hält ein Recurvebogen viele Jahre und problemlos mehrere tausend Schüsse stand. Wichtig ist, den Bogen nach dem Schießen immer zu entspannen (Sehne abnehmen), eine Spannschnur zu verwenden und die Sehne regelmäßig mit Sehnenwachs zu behandeln. Der Bogen sollte außerdem trocken gelagert werden (niemals im heißen Auto). Die Sehnen sollten mindestens einmal pro Jahr oder bei sichtbaren Beschädigungen gewechselt werden. Sie kosten nur 10 bis 15 Euro. Die Wurfarme selbst halten bei sachgemäßem Gebrauch jahrzehntelang.

Was kostet ein Recurvebogen für Einsteiger komplett?

Eine sinnvolle Erstausstattung kostet zwischen 150 und 250 Euro. Der Bogen selbst schlägt mit 80 bis 150 Euro zu Buche. Ich empfehle den Drake Wild Honey oder den Ragim Wildcat Plus. Pfeile kosten 40 bis 60 Euro (sechs Carbonpfeile), Schutzausrüstung wie Armschutz und Fingertab 15 bis 35 Euro und notwendiges Zubehör wie Pfeilauflage und Spannschnur 10 bis 15 Euro. Zusätzlich fallen Vereinsbeiträge von etwa 50 bis 150 Euro pro Jahr für Erwachsene an. Dafür erhält man Training, Leihausrüstung zum Testen und wird Teil einer Gemeinschaft.

Fazit: Der Recurvebogen als perfekter Einstieg in den Bogensport

Jetzt weißt du, was ein Recurvebogen ist und warum er für die meisten Einsteiger die beste Wahl darstellt. Im Vergleich zum Langbogen bietet der Recurve mehr Effizienz und höhere Pfeilgeschwindigkeiten bei kompakterer Bauweise. Gegenüber dem Compoundbogen punktet er mit niedrigeren Einstiegskosten, geringerem Wartungsaufwand.

Für deinen optimalen Einstieg empfehlen ich dir einen Take-Down-Recurvebogen mit ILF-System und einem Zuggewicht, das sich anfangs „zu leicht“ anfühlt. Lieber 18 statt 26 lbs wählen. Der Bogen wächst durch austauschbare Wurfarme mit deinem Können mit. Besuche zunächst einen Verein zum kostenlosen Schnuppertraining, investiere dann etwa 200 bis 300 Euro in eine solide Erstausstattung, und du hast alles, was du für Jahre intensiven Bogensports benötigst.

Bögen im Überblick
  • Verschiedene Kinderbögen an einer Verkaufswand
  • Mehrere Reiterbögen hängen gespannt an einer Wand.
  • Ein Langbogen mit einem bunten, laminierten Holzgurt ruhen auf einem moosbedeckten Baumstamm in einem sonnenbeschienenen Wald.
  • Ein Hybridbogen mit bunten, geschichteten Mustern, der auf grünem Gras und kleinen lila Blumen liegt.
  • Dreiteilige Einsteiger Recurvebögen hängen an einer Wand.
  • Compoundbögen hängen nebeneinander an der Wand.

Ich bin Moritz

Seit 2014 im Bogensport-Fachhandel tätig. Meine Ratgeber basieren auf echter Praxiserfahrung aus tausenden Kundengesprächen und nicht auf Werbeversprechen.
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